Nacherwärmung in Grassilagen vermeiden

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Bei Nacherwärmung handelt es sich um einen äußerst komplexen Prozess.
  • Bei Nacherwärmung handelt es sich um einen äußerst komplexen Prozess, bei dem Hefen wertvolle Nährstoffe im Silo abbauen.
  • Anhand der neuen Nacherwärmungskennzahl können Sie sich rechtzeitig vor Öffnung der Miete über das Risiko der Nacherwärmung informieren.

Nacherwärmung in Grassilagen vermeiden

Dass Nacherwärmung in einer Grassilage auftritt, hat wohl jeder schon mal erlebt. Zum Glück können Sie selber viel tun, um Verluste durch Nacherwärmung zu vermeiden. Ein nützliches Hilfsmittel  dazu ist die neue Kennzahl ‘Nacherwärmungsrisiko’, die Sie auf dem Untersuchungsbericht vom SilageManager® finden.

Bei Nacherwärmung handelt es sich um einen äußerst komplexen Prozess, bei dem Hefen wertvolle Nährstoffe im Silo abbauen. Typisch für Nacherwärmung ist eine starke Wärmeentwicklung. Wenn der Temperaturunterschied zwischen Silage und Außentemperatur mehr als 10° C beträgt, kann von einer Nacherwärmung gesprochen werden.

Nacherwärmung häufiger bei trockenen Silagen
Nacherwärmung kann erhebliche Verluste verursachen. Sie tritt vor allem dann auf, wenn die Silage unzureichend konserviert ist. Sauerstoff im Silo kann eine Ursache davon sein. Das luftdichte Verschließen der Miete ist somit eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen, um Nacherwärmung zu verhindern. Durch den Trend, stets trockenere Grassilagen zu produzieren, tritt Nacherwärmung häufiger auf als noch vor einigen Jahren.

Anhand der neuen Nacherwärmungskennzahl können Sie sich rechtzeitig vor Öffnung der Miete über das Risiko der Nacherwärmung informieren. Wird Ihre Silage mit einem Nacherwärmungsrisiko zwischen 35 und 50 eingestuft, liegt eine deutliche Gefährdung vor. Bei einem Nacherwärmungsrisiko von > 50 ist die Grassilage stark anfällig für Nacherwärmung. Folgende Maßnahmen werden zur Reduzierung von Verlusten empfohlen:

  • Gewicht der Mietenabdeckung erhöhen, damit weniger Sauerstoff eindringen kann.
  • Vorschub durch Anpassungen in der Ration erhöhen.
  • Gefährdete Silagen im Winter füttern, da sich die Temperatur in der Miete dann langsamer erhöht.
  • Die Anschnittfläche mit einem Mittel zur Unterdrückung von Nacherwärmung behandeln.