Optimale Konservierung ist die Basis für optimale Milchproduktion

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Optimale Konservierung ist die Basis für optimale Milchproduktion
  • Qualitativ hochwertiges Grundfutter ist die alternativlose Basis einer effektiven Milchproduktion.
  • Eine optimale Konservierung ist unabdingbar, damit die Vorteile des Grundfutters auch genutzt werden können.
  • Die Konservierung der Grassilage hängt unter anderem vom Zustand des Ausgangsmaterials, also des Ernteguts ab.

Optimale Konservierung ist die Basis für optimale Milchproduktion

Qualitativ hochwertiges Grundfutter ist die beste Basis einer effektiven Milchproduktion. Jahre, in denen Grundfutter mit einer hohen Qualität gewonnen wird, gehen mit einer höheren Milchproduktion aus dem Grundfutter und niedrigeren Futterkosten in die Bücher ein. Eine optimale Konservierung ist unabdingbar, damit die Vorteile des Grundfutters auch genutzt werden können.

Haltbarkeit, Schmackhaftigkeit und Futterwert des Grundfutters hängen in großem Maße davon ab, ob die Silage gelungen ist. Auch das Auftreten schädlicher Schimmelpilze und Bakterien im Futter wird hiervon stark beeinflusst. Der Konservierungsindex im Rahmen des SilageManager® von BLGG AgroXpertus zeigt Ihnen, wie die Konservierung Ihrer Silage verlaufen ist.

Milchsäure
Bei der Konservierung des Grundfutters spielen Milchsäurebakterien die wichtigste Rolle. Diese Bakterien wandeln Zucker in Milchsäure um, wodurch der pH-Wert in der Silage sinkt. Sobald der pH-Wert ein ausreichend niedriges Niveau erreicht hat, entsteht ein Gleichgewicht und das Bakterienwachstum stoppt. Voraussetzung für das Wachstum der Milchsäurebakterien ist eine anaerobe Umgebung, also eine optimal abgedichtete Miete. Wenn die Bedingungen für die Milchsäurebakterien nicht gut sind, verbessern sich die Chancen für andere, unerwünschte Bakterien wie z.B. die Buttersäurebakterien. Gleichzeitig erhöht sich auch das Risiko der Nacherwärmung. Diese unerwünschten Prozesse führen häufig zur Verringerung des Futterwertes.

Erntetechnik
Der Konservierungsindex beim SilageManager® bewegt sich zwischen 0 und 100, wobei als Zielwert > 80 anzustreben ist. Der Konservierungsindex informiert Sie unter anderem über den Erfolg Ihrer Erntetechnik. Eine schlecht konservierte Silage lässt sich im Nachhinein nicht mehr verbessern. Der Konservierungsindex zeigt, wo die starken Seiten Ihrer Silage liegen und wo es noch Ansätze zur Verbesserung gibt.

Optimal Silieren
Die Konservierung der Grassilage hängt unter anderem vom Zustand des Ausgangsmaterials, also des Ernteguts ab. Auch hat Ihre eigene Arbeit einen großen Einfluss auf die Konservierung und damit die Qualität Ihrer Silage. Denken Sie hierbei vor allem an den richtigen Mähzeitpunkt, einen günstigen TS-Gehalt, die optimale Einstellung der Erntemaschinen, ausreichendes Verdichten, gute Abdeckung und den eventuellen Einsatz eines Silierhilfsmittels.

Nicht zu trocken
Eine zu trockene Silage (TS > 50%) lässt sich nur schwer verdichten. Das führt dazu, dass häufig zu viel Luft (= Sauerstoff) in der Miete verbleibt und der Konservierungsprozess negativ beeinflusst wird. Die Milchsäurebakterien können sich schlechter entwickeln, wodurch es länger dauert, bis die Miete stabil ist. Vor dem Hintergrund, dass stets trockenere Silagen produziert werden, ist in Bezug auf die TS eine gewisse Aufmerksamkeit geboten. Darüber hinaus weisen die Silagen im Trend der letzten Jahre in der Regel weniger Eiweiß und mehr Zucker auf. Das hat zur Folge, dass die Bildung von Essigsäure zurückgeht. Diese beiden wichtigen Tatsachen (langsamere Konservierung – weniger Essigsäure) führen dazu, dass trockene Silagen schlechter fermentieren und dadurch anfälliger sind für Nacherwärmung. Achten sie darum immer auf den TS-Gehalt und vermeiden Sie zu trockene Silagen: Für eine gute Konservierung liegt das Optimum zwischen 35 und 45% TS.